Kübra Gümüsay, 22, war Chefredakteurin des Hamburger Magazins Freihafen, schreibt die taz-Kolumne „Das Tuch“, arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Publikationen und betreibt das Blog „Ein Fremdwörterbuch“. Darin schreibt sie über den ersten Tag auf der republica XI:
Blitz! Es blitzt hier ständig. Sieht für einen Fotografen natürlich toll aus, wenn eine Kopftuchtragende (!) Frau (!) neben einem kopftuchtragenden Mann und einem anderen mit Halbglatze sitzt. Alle konzentriert am Laptop. Wie cool. Ich komme mir ganz schön blöd vor als Quotentürkin/muslimin/frau/kopftuchträgerin/… . Ein realistischeres Re:Publica-Bild wäre ein Haufen „weiß“ mit komischen Frisuren. Und einigen geschniegelten Yuppies dazwischen.
Wir haben mit Kübra Gümüsay gesprochen: über ihr Blog, fiese Kommentare nach Sarrazin und die Hoffnung, dass die nächste re:publica ein wenig bunter aussieht.








Wer sich in ein Kopftüch hüllt, den nimmt man in progressiven Kreisen irgendwie nicht ernst, das ist eine Art Irokese fürs das Quotentürken-Ticket. Ihr Versuch sich selbst zu inszenieren, ist extrem peinlich.
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Hallo Pod,
ich finde eigentlich, dass es Kübra Gümüsay gar nicht um Selbstinszenierung geht. Da steckt einfach ihre Überzeugung dahinter, und die begründet sie wiederum auch ganz überzeugend — natürlich in ihrem Blog, aber auch in ihrer taz-Kolumne „Das Tuch“. Ganz amüsant ist die hier zum Beispiel: http://taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/neues-aus-der-muslimischen-trendethnie/
Tobias
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hey pod:
also mein eindruck ist, das man in progressiven kreisen leute nicht auf kleidung und aussehen reduziert.
um kübras motivation zum tragen eines kopftuches zu efahren, solltest du dich vielleicht mal mit ihr unterhalten, oder erstmal ihr blog ( http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/ ) lesen. grade um deinen eindruck der selbstinszenierung (und ihr gefühl in diese rolle gesteckt zu werden) geht es in ihrem artikel über die re:publica.
aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden.
gruesse
Mehr von Kübra im Interview mit Schulen ans Netz. Darin sagt sie u. a. auch was zu ihrer Rolle als kopftuchtragendes Vorbild: http://www.schulen-ans-netz.de/aktuelle-meldungen/2011/april/eine-unglaublich-grosse-bereicherung/eine-unglaublich-grosse-bereicherung.html
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