Macht das Internet unsere Demokratie besser? Oder wird es bald von datenfressenden Unternehmen übernommen? Wie geht Politik in der digitalen Gesellschaft – und warum sollte uns das kümmern? In der kommenden Woche findet in Berlin zum fünften Mal die re:publica statt, die Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Wir nehmen das zum Anlass, mit Videos und Texten zu berichten, nachzufragen — und zu diskutieren: Wie soll sie also aussehen, die digitale Gesellschaft?
Bei der re:publica sind viele interessante Gesprächspartner zu diesen Themen, wir wollen einige von ihnen ansprechen und ihre Thesen im Blog vorstellen – im Video und in Berichten und Features. Aus dem Programm haben wir schon einmal ein paar Kandidaten herausgefischt und wollen sie in den kommenden Tagen ansprechen: Was sollen wir sie in den Interviews fragen? Habt ihr Tipps und Anregungen?
Unsere Themen:
1) Revolution und das Internet?
Tunesien und Ägypten und…? Wie hat das Internet die Revolution in Nordafrika beeinflusst?
Darüber wollen wir sprechen mit:
Zahi Alawi, einem Journalisten aus Palästina, der seit 2000 in Deutschland lebt, und bei der Deutschen Welle arbeitet. Er hat den „Best Of Blog Awards“ in arabischer Sprache ins Leben gerufen.
Noha Atef, einer Menschenrechtsaktivistin aus Ägypten die auf ihrer Seite Folterungen anprangert.
Amira Al Hussaini, einer Journalistin & Bloggerin aus Bahrain.
Fragen, die wir stellen wollen:
- Konkrete Beispiele, Erzählungen? Was hat funktioniert, was nicht?
- Welcher Medien / Strategien habt ihr euch bedient — und wie?
- Welche Rolle haben „soziale Medien“: Twitter, Facebook und co. konkret gespielt?
- Wie wichtig waren herkömmliche Medien? Al Jazeera als Akteur > wird kompliziert
- Internet– und Mobilfunksperre: Was gibt/gab es da für Umgehungsstrategien? Wie haben die funktioniert?
- Hätte es ohne Internet Revolution gegeben?
- Was waren die Gegenstrategien der Regierung, außer Abstellen des Netz? Gab es Propaganda, Desinformation über soziale Medien? aka Regierungsspam
2) Das Netz gehört uns, oder?
Wem gehört der „öffentliche Raum“ Internet? Wer soll die Kabel und Knoten des Internet besitzen? Und wer reguliert das Ganze? Wer bezahlt bei Traffic eigentlich an wen Geld?
Wir planen Interviews mit dem Blogger Björn Grau und dem Freifunker Jürgen Neumann.
Fragen:
- Was bedeutet es, wenn uns das Netz (nicht) gehört?
- Hat das derzeitige privatwirtschaftliche Netz Nachteile? Welche? (Versorgungslücken, Probleme?)
- Was bieten praktische Alternativen wie Freifunk? (Vorteile? Nachteile?)
- Vor welchen Hürden steht der Aufbau eines freien Netzes für alle?
- Wieso sollte es überhaupt ein Netz geben, dass uns allen gehört?
3) Datenschutz
Wem gehören eigentlich meine Daten? Privatheit und Öffentlichkeit im Internet als gesellschaftlichen Transformationsprozess.
Wir würden gerne mit Peter Schaar über Datenschutz und Informationsfreiheit und mit Christian Heller über „Post-Privacy als positive Utopie“ sprechen.
Fragen:
- Wie können wir die Kontrolle über unsere Daten behalten oder zurückerhalten?
- Welche Regeln oder Regulierungen braucht es?
- Braucht es ein neues Bewusstsein? Sind Staat und Unternehmen die schlimmeren Datenfresser?
- Wieso sollten wir unsere Daten überhaupt kontrollieren? Ist es denn so schlimm, wenn sie in der Welt sind? Was könnte wirklich damit passieren?








Fragt doch bitte einmal Peter Schaar, ob er bloggt oder twitter oder Facebook bentzt?
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sozusagen: der öffentliche Datenschützer. Machen wir!
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Wie wäre es, wenn nicht nur nach Inhalten von Facebook & Co. gefragt wird, sondern nach der Informationsfreiheit im Internet. Bestimmen die Internetnutzer den Gehalt des Mediums Internet über Facebook und twitter wirklich selbst oder wird der Inhalt durch Filter zu stark und Meinungslenkend gesteuert?
Beste Grüße, a.h.lex
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@a.h.lex Danke für die spannende Frage. Ich versuche daraus mal weitere zu spinnen:
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Was bleibt vom Journalismus und seinem Auftrag in der digitalen Gesellschaft..?
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